Holz, das Material Nummer 1

In der Baubranche werden natürlich viele unterschiedliche Materialien verwendet. Über die Jahrhunderte haben sich von einfachen Backsteinziegeln bis hin zu Stahlbeton alle möglichen Stoffe durchgesetzt, doch keines dieser grundlegenden Werkstoffe ist so faszinieren wie Holz. Aus Holz kann man fast alles bauen. Von kleinen Sockelleisten bis hin zu ganzen Häusern aus riesigen Baumstämmen ist alles möglich. Die großen Vorteile die hier entstehen ist einerseits die Atmungsfähigkeit des Materials und andererseits die flexible Nutzung und Gestaltungsmöglichkeiten. Holz kann man nicht nur zurecht schneiden, sondern auch gut bearbeiten und einsetzen.

In weiterer Folge ist natürlich der ökonomische Aspekt gegeben, denn Holz wächst nach und sofern man nicht 100 Quadratkilometer für einen einzigen Baum einer ganz bestimmten Sorte abholzt, kann man auch nicht wirklich einen Einwand dagegen vorbringen. Innerhalb Europas gibt es eigene Holz-Farmen, die in einem langjährigen Prozess auch über Generationen neue Bäume pflanzen und die „reifen“ Stämme abernten. Dadurch wird ein ständiger Nachschub an Holz ermöglicht, ohne gleich die ganzen naturbelassenen Regenwälder in Brasilien abholzen zu müssen.
Doch neben dem praktischen Aspekt bietet Holz natürlich auch optisch einiges, denn kaum ein Werkstoff ist so „schön“ wie Holz. Gerade in Wohn- oder Schlafräumen bietet es eine Wärme, die mit Beton einfach nicht erzielt werden kann.

Doch natürlich bietet Holz nicht nur Vorteile, denn auch hier gibt es Feinde, die dem Material zusetzen. In erster Linie muss man der Feuchtigkeit vorsorgen. Wer hier nicht auf eine entsprechende Versiegelung achtet, der muss mit Schäden rechnen. In weiterer Folge ist eine wechselnde Witterung (Feucht / Trocken) auch dafür verantwortlich, dass im Holz Risse entstehen. Auch der Holzwurm und andere Lebewesen können das Material natürlich stark beschädigen, denn den Wurm interessiert es nicht, ob er sich durch einen Baum im Wald frisst oder die Außenfassade eines Wohnhauses.
Doch Holz ist auch Abseits der Bauindustrie das Material Nummer 1, denn es wird nicht nur für die Herstellung von Papier verwendet, sondern auch als Dämmmaterial in Form von Sägespänen, zugeschnitten für Bilderrahmen Stichwort: Malerei und viele andere Bereiche.

Trotz des ständigen Fortschritts wird Holz weiterhin ein fixer Bestandteil unseres Lebens sein und das wird sich auch nicht durch den Einsatz Stahlbeton, Karbonfaser und anderen Materialien ändern. Wir sollten lediglich darauf achten, dass wir nicht zu viel Holz verarbeiten, damit wir am Ende nicht ohne Wälder dastehen.