Was ist eigentlich ein Dachstuhl?
Donnerstag, 22. April 2010 12:25
Wenn man in Deutschland durch die Straßen geht und zufällig an einem Rohbau vorbei kommt, sieht man häufig ein mit Krepppapier geschmücktes Bäumchen, auf einer oben spitz zulaufenden Holzkonstruktion. Seit Jahrzehnten gibt es die Tradition des Richtfestes, welches gefeiert wird, wenn der Dachstuhl auf einem Rohbau montiert wurde.
Aber, was ist das überhaupt, ein Dachstuhl?
Gemeint ist die Unterkonstruktion von Dachkonstruktionen aus Holz für ein Gebäude. Diese Unterkonstrukion wird noch heute meist traditionell aus Holz hergestellt, da es leicht zu verarbeiten ist, weniger Gewicht als Stein oder Metall hat und trotzdem sehr widerstandsfähig und haltbar ist.
Bei der Fertigung des Dachstuhles werden physikalische Gesetze ausgenutzt, die man in der Praxis schon seit Jahrhunderten nutzt.
Die zwei bekanntesten Formen der Dachstühle sind das Sparren- und das Kehlbalkendach. Diese beiden Formen beschreiben unterschiedliche Stabilisationstechniken, um ein Dach zu konstruieren. Mit diesen Methoden kann man die unterschiedlichsten Dachformen modellieren, wie zum Beispiel Satteldach, Pultdach oder Kuppel, aber Flach- und Terassendächer werden mithilfe dieser sehr alten Handwerkskunst gefertigt. Der Wortteil “Stuhl” stammt aus der Historie, damit wurde die Unterkonstruktion für die eigentliche Dachform beschrieben.
Thema: Begriffsdefinitionen, Tipps | Kommentare (2) | Autor: Daniel

