Rigips Decke Spots

Kleine Tipps für Rigipsdecken Part II

Weiter geht es mit ein paar kleinen Tipps zur Rigipsdecke! „Decke“ abhängen“ hat jeder schon einmal gehört, denk ich. Nur viele wissen garnicht, was dies bedeutet.

Da Einbauspots mindestens 6cm Luft nach oben haben müssen, muss die Rigipsdecke abgehangen werden. Dies geschieht mit Konterlattungen. Die erste Reihe Latten wird direkt unter die Holzbalken Decke geschraubt. Wenn jetzt nur ein Deckenauslass vorhanden ist (für ne normale Zimmerlampe)reicht eine Schicht Latten völlig aus. Nur nicht vergessen, im Bereich der Lampe ausreichend Bretter oder Reste zu schrauben, damit die Lampe auch gut hält. So spart man sich die teuren Rigips Dübel oder Hohlraumdübel.

Hier sieht man die einfache Lattung und die Hölzer um die Lampe. Reststücke reichen da.

Bei der abgehangenen Rigipsdecke wird nun noch eine Konterlattung auf die erste geschraubt. So erhält man wieder mehr Luft für die Spots! Je nach Spot solltet Ihr dann die Latten aussuchen. Teilweise wird sogar mit 3-4 Latten gearbeitet.  Wichtig ist, dass Ihr die letzte Schicht Latten in der Waage ausrichtet! Sonst gibt es unschöne Dellen in der Decke.

Dazu einfach die Ränder in Waage bringen und 2 Schnüre quer durch den Raum spannen. So könnt Ihr mit dem Schrauber die Latten auf die Schnüre ranholen und habt keine Unebenheiten – eine perfekte Rigipsdecke! vorausgesetzt Ihr spachtelt vernünftig 😀


Hier seht Ihr die Konterlattung. So haben wir genügend Luft für unsere Spots!
Weiter geht es mit der Alufolie, die Ihr ebenfalls auf dem Bild seht! Diese ist wichtig für die Hitzeentwicklung des Spots! Denn 50 Watt Spots erzeugen schon gut Wärme. Wir wollen ja nicht, das die Dampfbrems Folie schmilzt!! Einfach über den jeweiligen Spot an die Folie kleben. Da man bei den Spots eh den Abstand vorher bestimmen muss um zu verkabeln, kann man diesen Schritt gleich mit erledigen!

Für uns hat sich ein Wandabstand von 26 – 35cm als äußerst schön erwiesen. So werfen die Spots einen schönen Lichtkegel an die Wand- ist ein schöner Effekt – seht Ihr wenn es verputzt ist!

So, es gibt aber noch eine andere Art des Abhängens der Rigipsdecke. Einen tiefer hängenden Kasten, wo die Lampen eingebaut werden. Das Prinzip ist ähnlich, jedoch würde ich hier etwas stabiler bauen.

Fangen wir direkt mal mit Bildern an!Im Badezimmer habe ich einen solchen Kasten gebaut.

Hier sehen wir die Konterlattung, da in alle 4 Ecken des Badezimmers ebenfalls noch Spots kommen. In der Mitte ist der besagte Kasten. Hierfür brauchen wir eine vernünftige Unterkonstruktion und, in meinem Falle, 3 Schichten an Latten.

Man muss die erste Schicht perfekt in der Waage ausrichten, damit es später keine Probleme gibt! Dann werden einfach soviele Latten übereinander geschraubt, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Ich habe die Latten alle ineinander verzapft. Sieht man auf folgendem Bild ganz gut.

Für den Hitzeschutz wird wieder überall Alufolie verklebt. Da in dem Kasten eine hohe Wärme entstehen kann, habe ich alles mit Alufolie verkleidet. Dann geht es ans verkabeln der Lampe. Ich habe hier insgesamt 3 Trafos drin. (an die kommt man später noch über die Löcher der Spots – wichtig nur, das Ihr die Kabel lang genug lasst 😉 )

Ganz schöner Kabelsalat! SOllte man ein wenig „sortieren“. Da ich seitlich in den Kasten noch LEDs eingelassen habe, ist es etwas mehr Kabelsalat 😀

Dann nur noch die Rigips Platten zuschneiden und drunterschrauben. „NUR“ heheee. Das war ne scheisse! Alle Kabel sollten ja auch aus den Löchern kommen. Was haben wir geflucht! hahahah

So sollte dann das fertige Endprodukt aussehen! Hier noch ein wenig kahl, da der Rest drumherum fehlt – ist aber jetzt fertig.

UPDATE!!

Bin Euch ja noch ein paar Bilder vom fertigen Aufbau der Lampe und Rigipsdecke schuldig! Nach ein paar mal spachteln, schleifen und einem eimer Farbe sieht die Decke nun so aus und ist bis heute (2012) nirgends gerissen!

11 Gedanken zu „Kleine Tipps für Rigipsdecken Part II“

  1. Hi Daniel,

    hast Du sehr schön gemacht und auch sehr schön detailliert dargestellt…. Fehlt nur noch das Bild …wo Du die Decke komplett geschlossen hast… kannst Du ja mal nachreichen 😉

  2. Hey, wann folgen denn die „fertigen“ Bilder? Ich freu mich schon drauf! DANKE für die tollen Tipps! Hat mir wirklich weitergeholfen.

  3. Hallo,
    echt toll das Sie neben dem ganzen Baustress noch Zeit für diesen Blog hatten 🙂 Was ich mich noch frage, haben Sie überall die imprägnierten Dachlatten verwendet?
    Und wie wurde die Rigips Decke weiter verarbeitet nur gestrichen oder tapeziert? Ich denke wenn man nur streichen tut sieht man evtl. die verputzten Stellen durch, oder?

    Grüße
    Jens

  4. Hallo Jens,

    ja ich habe überall die imprägnierten Dachlatten genommen. Kann ja nicht schaden 🙂 Der Rigips wurde 3x gut gespachtelt und anschließend nur gestrichen! Wenn man gut spachtelt, funktioniert das ohne Probleme. Doch sinnvoller wäre es, auch ein Variovlies zu verkleben. Allein schon wegen der Rissüberbrückung.

  5. Hallo Daniel,
    gute Seite dafür schon mal danke. Kannst du mir vielleicht den abstand der lattung sagen weil auf anderen Seiten sagt irgendwie jeder was anderes.
    Vielen dank Steven

  6. Ich habe nicht so ganz verstanden, wo bei einer doppelten Lattung, die 6cm Luft nach oben herkommen sollen. Bei einer üblichen Latte von 28mm komme ich nur auf 5,6cm bis zur Dampfbremse. Da Einbauspots schonmal 9 – 12cm haben, passt da doch was nicht. Oder mache ich hier einen Denkfehler?

  7. Sie sollten sich die Bilder etwas genauer anschauen. Doppelte Konterlattung 5,6cm plus eine Latte hochkant (Bereich der Spots) 5,6cm plus 4,8cm macht 10,4cm

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