Gaspreiserhöhung – Sonderkündigungsrechte nutzen

Flattert mal wieder ein freundlich verfasstes Schreiben des Gasversorgers ins Haus, in dem mitgeteilt wird, dass sich die Gaspreise erhöhen, dann muss man das als Verbraucher nicht machtlos hinnehmen. Man kann bei einer Gaspreiserhöhung von seinem Sonderkündigungsrechte gebraucht machen. Das entschied der Bundesgerichtshof. Wird diese Klausel aus dem Vertrag ausgeschlossen, so ist das nicht rechtswirksam. Kunden dürfen die Kündigung bei Gaspreiserhöhung sofort einreichen. Im gleichen Atemzug sollte man sich als Verbraucher schlau machen, welche möglichen Versorger regional noch verfügbar sind. Ein Gaspreisvergleich über verschiedene Portale im Internet ist nicht sehr schwer und ermöglicht einen schnellen Überblick über die aktuellen Tarife der einzelnen Versorger.

Alles was man dazu an Fakten benötigt, ist eine aktuelle Jahresabrechnung. Damit kann man den Jahresverbrauch angeben und man bekommt recht zutreffende Angebote angezeigt. Hat man einen neuen Versorger gefunden, kann man sofort online den Antrag auf einen Wechsel vornehmen. Eine Versorgungslücke beim Wechsel entsteht nicht, auch wenn das noch immer zahlreiche Verbraucher befürchten. Das wird und darf nicht passieren. Nur mit einem Wechsel und einer Kündigung bei Gaspreiserhöhung kann man den Energieriesen die Rote Karte zeigen. Dennoch, wer nicht vom Regen in die Traufe kommen will, der sollte sich vor Jahresvorauszahlungen fern halten. Auch wenn diese sehr günstig erscheinen. Geht der Versorger pleite, dann ist auch die Jahresvorauszahlungen hin. Dann fängt das Ganze von vorn wieder an und man zahlt am Ende doppelt. Monatliche Abschläge, Festpreise für ein Jahr und Verträge, die nicht länger als ein Jahr dauern, sind die sichersten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.