Baurecht in Deutschland

Als Bauherr sollte man sich mit dem deutschen Baurecht zumindest oberflächlich auseinander gesetzt haben. Natürlich ist es mit all seinen Untergebieten und Rechtsnormen für viele ein Buch mit sieben Siegeln, doch umso wichtiger ist es, sich einen groben Überblick zu verschaffen. Das Baurecht reicht weiter als man annehmen möchte, fasst man hierzulande doch sämtliche Rechtsnormen und Gesetze, die sich rund um das Bauen und alle vertraglichen Angelegenheiten sowie Grundeigentum, städtische Bebauungspläne und sämtliche Ordnungen drehen, mit diesem Begriff zusammen.

Die Hilfe eines Experten

Solle man sich auf diesem Terrain nicht besonders sicher fühlen und vielleicht eine oder mehrere ungeklärte Fragen oder gar Probleme haben, kann man sich natürlich an einen Anwalt wenden. Heutzutage ist es nicht sonderlich schwer, einen guten Rechtsberater im Internet zu finden. Auf Internetseiten wie http://www.anwalt-simoncic.de/ findet man unter Umständen alle nötigen Antworten. Wer sich selbst mit dem Thema auseinandersetzen möchte, wird feststellen, dass Grundzüge des Baurechts zu einem nicht unerheblichen Teil in der Zivilprozessordnung (ZPO) festgehalten sind. So zum Beispiel wenn es um Fragen und Streitigkeiten bezüglich gestellter Rechnungen geht. Ansonsten findet man seine Antworten wohl zuvörderst im Baugesetzbuch (BauGB). Ebenfalls zum deutschen Baurecht gehören die Statuten des Nachbarschaftsrechts. Nicht nur Bauherren sind also vom Baurecht betroffen, sondern eigentlich all jene Personen, die über Grundeigentum verfügen. Doch damit nicht genug: Baurecht ist zudem ein signifikanter Bereich des öffentlichen Rechts, wenn es zum Beispiel darum geht, Baugebiete zu erschließen oder öffentliche Bauten zu planen. Die Gesamtheit aller Rechtsnormen, die in irgendeiner Form das Bauen betreffen, ist also ein sehr komplexes Spezialgebiet. Sich hinreichend darüber zu informieren, kann dem Bauvorhaben nur zuträglich sein.

Rechtsqualität nicht immer unumstritten

Grundsätzlich gilt: Normen sind als Richtlinien zu verstehen und als solche sind sie gesetzlich nicht bindend. Allerdings verweisen manchmal bestimmte Gesetze oder Verordnungen auf Normen, wodurch diese letztendlich doch wieder verbindlich werden. Genau das trifft eben auch auf viele Bauordnungen zu. Ein wenig problematisch ist dabei natürlich der Umstand, dass Normungsinstitute damit eine gewisse Rechtsetzungsbefugnis erhalten und das wiederum ist eigentlich dem Gesetzgeber vorbehalten. Dadurch ist die Rechtsqualität innerhalb dieses Spektrums auch nicht immer vollständig unumstritten. Kritik erweckt auch die Tatsache, dass die Normen nicht wie Gesetze jedem interessierten Bürger gratis zur Verfügung stehen. Als Beispiel sei an dieser Stelle der Download der Werkvertragsnorm für Bauleistungen B 2110 genannt. In digitaler Form kostet dieses Dokument etwa 152 Euro und die Papierversion sogar 190 Euro. Einerseits werden die Kosten mit der nötigen Finanzierung des Norminstitutes gerechtfertigt, doch andererseits scheinen diese Preise den meisten Experten unverhältnismäßig zu sein.

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