Das Prinzip der Sommersonnenwende

In der Regel findet eine Sonnenwende zweimal innerhalb eines Jahres statt. Dabei erreicht die Erde am 20. oder am zweiten 21. Dezember die geringste Höhe am Mittag (Wintersonnenwende) über dem Horizont. Im Gegensatz dazu steht die Sonnenwende, die am 21. Juni (Sommersonnenwende) ihren Höchststand über den Horizont erreicht. Das bedeutet, dass man im Sommer den längsten Sommertag erlebt. Danach werden die Tage wieder kürzer. Im Winter ist es sozusagen der kürzeste Tag.

 

Erreicht wird dies dadurch, dass die Sonne im Laufe eines Sonnenjahres den größten nördlichen und südlichen Abstand zum Himmelsäquator erreicht. Das Vorbeischreiten an diesem Punkt bezeichnet man dann auch als Sommersonnenwende, wenn der längste Tag (mit Sonnenlicht) erreicht und wieder verlassen wird. Vorstellen kann man sich das so, wie das Herauftransportieren einer Felskugel auf dem Gipfel, welche dann nach Erreichen dieses Punktes wieder auf der anderen Seite hinunter rollt. Bei einer Sommersonnenwende wird der Scheitelpunkt im Sommer beschrieben. Gleichzeitig gibt es dementsprechend auch eine so genannte Wintersonnenwende, wenn der kürzeste Tag im Jahr durchlaufen wurde.

 

Mit der Sommersonnenwende wird auch der astronomische Sommer verlassen und in den astronomischen Winter eingeleitet. Aufgrund der geneigten Haltung der Erde ist solch ein Prozess erst möglich. Denn mit der Rotation der Erde um die Sonne, verändert sich je nach Lage der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel der Einstrahlungswinkel des Sonnenlichts. Dadurch entstehen kürzere und längere Tage, die gleichzeitig kälter oder wärner sind. Somit ist die Sommersonnenwende auch nichts anderes, als ein Teil der Jahreszeiten, die durch den unterschiedlichen Einstrahlungswinkel der Sonne entstehen.

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