Flachdach mit Wolfin bedeckt und nur Ärger…


Soo, endlich mal wieder ein neuer, wenn auch kurzer, Beitrag. Wir sind die letzten Wochen schwer aktiv, endlich können wir selbst loslegen! Unser Bauhaus wird langsam!
Viel ist passiert in den vergangenen 3 Wochen – viel SCHEISSE! 🙁

Das Dach sollte schon vor 2 Wochen komplett f ertig sein, doch bis heute ist noch nicht viel passiert.  Die Wolfin Folie war sowas von schlecht verklebt, das beim Decke dämmen alles feucht wurde! Die Folie war schon verschweißt und wir fingen von innen an zu dämmen, als es plötzlich, bei Sonnenschein, anfängt zu tropfen! Da die vorderen Kanten vom Dachdecker nach einer Woche immer noch nicht fertiggestellt waren, drückte Wasser unter die Folie und konnte sich langsam einen Weg ins innere suchen. So kam es auf einmal zu einer großen Pfütze in unserer Küche! Da platzt einem doch der Arsch!! Vor allem, wenn man schon das komplette Material inkl. Rigips im Rohbau stehen hat. Auch wenn der Dachdecker seit Wochen jammert, seine Leute seien krank, muss ich doch auf Termineinhaltung oder wenigstens auf ordentliche Arbeit bestehen dürfen, oder?!


Nach etwas mehr Nachdruck (kurz vorm beschimpfen 🙂 ) haben wir beschlossen, dass er die komplette Wolfin Folie neu machen darf! Denn sowas habe ich von einem neuen Dach nicht erwartet! Eine wellige, schwarze Landschaft voller Flicken und schlechten Nähten kann ich bei dem teuren Preis nicht annehmen!

So war es dann auch heute so weit. Sein „Wolfinator“ war da!! 😀 Nun sieht die Fläche echt vernünftig aus und die Nähte sehen aus wie Nähte und nicht wie draufgelegt. Die Wolfinfolie war vorher sowas von schlecht verschweißt, da wurde uns übel!

Vor allem, wenn man weiß, dass die Wolfin Folie für 160qm fast 7.000€ kosten soll.

Trotz des Ärgers haben wir innen und außen weiter gearbeitet. Mein Vater hat die letzten Tage damit verbracht, das Haus im Erdbereich zu isolieren, Abwasserrohre zu verlegen und die Regenrinnen neu zu verlegen! Was ne SAU Arbeit! Da bin ich echt dankbar, das ich den scheiss nicht machen musste 🙂 DANKE PAPA!

Ich hab in der Zeit innen angefangen, die Decke mit Klemmfilz (Glaswolle) zu dämmen. Wir haben uns für 200er Wolle mit einem Wärmedämmwert von 035 entschieden. Laut unserem Architekten halten wir so mindestens den besten KfW 70 Standard. Dann habe ich angefangen, Schlitze für die Kabel zu kloppen. Ging besser, als gedacht!

Hier könnt Ihr als Bauherren echt ne Menge Geld sparen!! Ich habe mir eine Mauernutfräse aus dem Baumarkt gekauft – Kostenpunkt gerade mal 80 Euro! Das Teil ist zwar qualitativ nicht unbedingt ein Profigerät, doch die Fräse hat bis heute einen echt guten Dienst geleistet und mir eine Menge Arbeit erspart. Dank der zwei Schneideblätter fräst das Teil zwei saubere Schlitze in die Mauer. Kurz auf die passende Tiefe eingestellt und schon geht´s los. Im Anschluss dann einfach mit Hammer und Meissel die Reste aus dem Schlitz kloppen und schon ist die Sache erledigt.

Bei den Dosen für Steckedosen und Schalter ist ebenfalls nicht viel bei zu beachten. Wir haben uns diese neuen Leerdosen zum klipsen beim Bauhaus in Köln gekauft. Um die Hälfte günstiger als im Hagebau oder Praktiker!! Verbaut habe ich bisher 100 tiefe Dosen und 110 flache Dosen. *ggg* Neiiin, das is nich zuvieel!

Beim Bohren müsst ihr nur die Waage halten.  Die Steckdosen am Boden müssen 30cm vom fertigen Estrich entfernt sein und die Schalter fürs Licht müssen auf eine Höhe von 1,05m gebohrt werden. Ganz wichtig beim Schlitze kloppen und bei der Vorbereitung der Verkabelung – Ihr dürft nur Schlitze senkrecht vom Schalter weg oder Waagerecht 30cm vom Boden oder von der Decke her ziehen. Niemals quer über die Wand oder sonstige wilden Spielchen.

Wenn Ihr es euch zutraut, macht es selbst! Denn beim machen wächst man richtig da rein. Die Planung der Steckdosen, Schalter und Licht wird beim „machen“ um ein vielfaches einfacher! Theoretisch auf dem Papier hab ich überhaupt nicht planen können, habe einfach angefangen!

Wir gehen allerdings noch einen Schritt weiter und legen die Kabel bis zum Sicherungskasten ebenfalls selbst. Ist auch keine Hexerei. Bisher habe ich knappe 250m nur in der Decke und für Lampen an Kabeln verlegt 😀 . Ja – verrückt! Aber ich steh auf Licht und Spielereien!!! Das muss so.. Denke, es komme noch knappe 200m Kabel dazu um die Steckdosen ect. zu verbinden. Lautsprecherkabel für den Außenbereich und ins Bad nicht eingerechnet…

Kabelstärken für normale Schalter und Steckdosen sind 3×1,5. Zum Herd und zur Spüle sollten 5×2,5 er Kabel gelegt werden. Für die Wechselschaltungen werden 5 x 1,5er Kabel gelegt.

Bilder findet Ihr wie immer in der Gallery!

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