Die EU und der Hang zur Überregulierung.

Mein letzter Post liegt ja nun schon einige Zeit zurück, deswegen habe ich mir gedacht, ich schreibe mal etwas über ein Thema, was mich zurzeit ein wenig umtreibt. Es geht um den Plan der EU, Bürger per Gesetz dazu zu verpflichten, im Zuge von Renovierungen und Sanierungen nur noch wassersparende Armaturen in die Wohnung oder das Haus einzubauen. Einige werden sicher davon gehört haben, auch wenn die Debatte ein wenig im Hintergrund geführt wird und von den großen Medien nicht breitgetreten worden ist.

Wassersparen ist wichtig

Ich bin zu 100% dafür, dass Menschen umweltbewusster und nachhaltiger Denken und Handeln. Meiner Meinung nach ist dies in der heutigen Gesellschaft unabdingbar. Und ich glaube auch, dass viele Menschen dies auch verstanden haben. Es reicht ja schon, wenn man sich Werbung anschaut oder die Bloglandschaft im Internet, in der es immer mehr „grüne“ Blogs gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen. Dabei ist es ja erst einmal auch egal, wie groß das Engagement des Einzelnen ist. Jede auch noch so kleine gute „Tat“ hilft. Dabei ist es egal, ob man nur Stromspar Glühbirnen benutzt, alle Stecker aus der Wand zieht wenn man länger als zwei Stunden das Haus verlässt oder eben wassersparende Armaturen in Bad und Küche installiert. Wir haben uns damals ganz bewusst für wassersparende Armaturen von Villeroy & Boch entschieden, weil diese vor gut drei Jahren das Nonplusultra der Wasserspararmaturen waren und auch heute noch mit zu den Besten gehören. Natürlich war dies auch eine Entscheidung für den eigenen Geldbeutel, weil man an der Wasserrechnung doch relativ deutlich sehen kann, dass Wasser gespart wird. Zum Sommer hin planen wir übrigends eine kleine Renovierung unseres Gäste WC. Hierfür haben wir uns ebenfalls für Villeroy & Boch entschieden. Einzug halten wird der Komplett-Waschtisch in Nussbaum massiv/Echtholzfunier. Hier dieses Modell:

Bildquelle: reuter.de

Der Hang zur Überregulierung

Was ich aber tatsächlich nicht verstehen kann, ist der Weg den die EU wählt. Ich meine es ist ja bekannt, dass die EU einen Hang zur Überregulierung hat und dies lässt sich vermutlich auch nicht vermeiden, bei einem so großen Apparat wie der EU. Aber warum setzt man beim Bürger und privaten Renovierungen und Sanierungen an? Ist es hier nicht viel sinnvoller Regularien zu finden, die von vorneherein verhindern, dass noch herkömmliche „Wasserschleudern“ hergestellt werden?

Ein Lösungsansatz

Im Grunde ist die EU mit der Definition des WELL-Produktklassifizierungssystem (Water Efficiency Label) ja schon einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Meiner Meinung nach wurde das System einfach nicht konsequent zu Ende gedacht. Warum gibt es vier Kategorien von A (sehr effizient) bis D (wenig effizient). Die EU könnte hier einfach sagen, bis 2015 müssen alle Armaturen die Effizienzklasse A haben. So könnte man sich nicht nur den Entwurf für ein neues Gesetz sparen und würde obendrein die Geldbeutel der Bürger schonen. Denn solange es die vier unterschiedlichen Effizienzklassen gibt, solange werden wassersparende Armaturen auch preislich ins Gewicht fallen. Aber wie gesagt, ich bin stark dafür, dass sowohl von Seiten der EU, aber auch von Seiten der Bürger mehr für eine nachhaltige Gesellschaft getan wird.

 

 

Eine Antwort auf „Die EU und der Hang zur Überregulierung.“

  1. Sieht super aus. Bin grad auf deinen Blog gestossen, als ich Rigipsdecke abhängen suchte, hast du klasse erklärt..
    Werd jetzt mal weiterlesen, was du noch so alles geschafft hast.
    LG Birgit

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